Ortstafeln verrucken (2004) – Die Herrnbaumgartner geben sich internationales Flair und kennzeichnen auf charmante Weise die Ortseinfahrten für weit gereiste Gästeminderheiten.
Idee: Fritz Gall, Foto: Christian Frank

Was bisher geschah

Alles begann 1984 mit der Ausschreibung zur 1. Österreichischen Nonsens Erfindermesse! Das ist gut 30 Jahre her. Wir, eine Freundesgruppe rund um den Weinhauer Friedl Umschaid und den Bildhauer Fritz Gall, breiteten vor staunendem Publikum unsere Form gewordenen Gedanken in Garten, Kuhstall und Stadl des friedelschen Bauernhofs aus, hängten ein paar Plakate auf, verständigten die Lokalzeitungen und warteten auf unsere siebenunddreißig Gäste. Dass daraus ein Ansturm von fünftausend Leuten würde, hatte niemand ahnen können. Das Fernsehen war da, die Zeitungen – es wehte erstmals ein Hauch von großer Welt durch das 1000-Seelen-Dorf Herrnbaumgarten. Plötzlich war die grundsympathische, aber etwas von der Landkarte gerutschte Gemeinde im nordöstlichen Weinviertel allerorts bekannt. Herrn… wie bitte?

Wir wurden beinahe so was wie berühmt für eine Viertelstunde und verstanden es, die erste leichte Brise des Erfolges zu nützen. Jedenfalls waren wir seit diesem Zeitpunkt auf bestem Weg in eine ungewisse Zukunft, die 1991 aus einer eher absichtslosen Idealsituation fast zwangsläufig zur Gründung des Vereins zur Verwertung von Gedankenüberschüssen (VVG), 1994 zur Eröffnung des weltweit einzigartigen Nonseums und 2001 zur Proklamation der Ortschaft zum „verruckten Dorf“ (www.verruckt.at) führte.