Ego-Echo Selbsthilfe für all jene, die endlich auch einmal ein Wörtchen zurückhaben wollen.
Erfinder: unbekannt, Foto: Betty Gall

„He, wie wird man eigentlich zum Erfinder?“, fragen die Leute.

„Mmmtja“, sagen wir dann und ziehen bekümmert die Stirn in Falten. „Es ist natürlich eine Sache der kategorischen Interaktion, man könnte es als eine Art Notwendigkeitsrückkopplung bezeichnen, wobei die Sache natürlich einen wesentlich komplexeren lnput hat, als sich das der noninventive Laie vorstellen könnte. Am besten ist es, man lässt die Finger davon, solange man nicht weiß, was wirklich rauskommt. Und wer weiß das schon.“ Auf diese Weise halten wir das Feld frei von Sonntagserfindern, die uns vielleicht Konkurrenz machen könnten. Aber eigentlich – ja, wirklich, man muss das so sehen – eigentlich schützen wir die armen Kerle nur vor sich selbst.

„Wie kam es aber nun doch, dass ihr mit euren haarsträubenden Erfindungen so berühmt und reich geworden seid und immer noch frei herumlauft?“ Dazu sei erwähnt, dass wir zum einen alle halbwegs vom Land kommen und uns deshalb den Städtern gegenüber einer gewissen Narrenfreiheit erfreuen dürfen und zum anderen eine Schwarzgelddruckerei* betreiben. Die urbanen Ausflügler haben es gern, wenn sie Eingeborene in freier Wildbahn treffen, das ist dann immer eine Art Urlaub. Wir sagen etwa: „Mit Argumenten kannst kan Mähdrescher startn“ und das intellektuelle Wien liegt flach bis Baden und Stuttgart.

Sie sehen also, welche Art von Grundpfiffigkeit man von uns erwartet. Dafür ist man bereit, sich eine Menge gefallen zu lassen. Zum Beispiel die Ausstellung im Nonseum.

*Sagen Sie vor allem dem Finanzminister nichts von diesem Notgroschen!