Der sonnengelbe Schleimpilz „Physarum polycephalum“ – ganz schön quallig
Foto: Renate Pittroff

Warten, Wachsen, Wandern

Nonseumsstadel | Installation mit rätselhaften Optionen | Vernissage 18:00 Uhr – freie Spende | Austellungsdauer 16.6. – 6.8.2017

Es gibt Menschen, Tiere, Pflanzen, Steine, Bakterien … und es gibt die Schleimpilze. Sie sind beweglich und verdauen alles, was sie überwachsen können – modrige Blätter, morsches Holz, Getreideflocken und ???. In ihrem Lebenszyklus durchlaufen sie mehrere Stadien, von einer winzigen, unbeweglichen Zelle über schleimige, amorphe Organismen bis hin zu prachtvollen Fruchtkörpern. Das ist insofern überraschend, als diese Lebewesen nur über eine Zelle und keine gehirnähnlichen Strukturen verfügen.

Renate Pittroff installiert im Nonseumsstadel ein Labyrinth aus Plexiglasröhren und wartet in sicherer Entfernung ab, ob sich der geschmeidige Schleimpilz mit den vorgegebenen Wandergängen zufrieden gibt oder sich sein glibberiges Wachstum weit über die Grenzen des Nonseumsareals hinausschiebt. Für die Vernissage sind jedenfalls schlüpfrige Evakuierungspläne, musartig Breiiges und glitschig Musikalisches von Christoph Theiler in Ausarbeitung!

Und: Für schmierig Klebriges zeichnet ausschließlich der Theaterverein meyerhold unltd. (www.viertelfestival-noe.at/schleimpilz-orakel, +43-699-817 27 335) und keineswegs der VVG (Verein zur Vermeidung von Gleitmitteln)!